Am BSZ Erdmann Kircheis Aue ist die Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse mit einem praxisnahen Auftakt bei der Eidam Gruppe in Lößnitz gestartet. In der vergangenen Woche kamen Auszubildende, Lehrkräfte des BSZ sowie Vertreterinnen und Vertreter der Eidam Komponenten GmbH zusammen, um den Einstieg in die ZQDF direkt mit betrieblicher Praxis zu verbinden.
Die Zusatzqualifikation richtet sich an Auszubildende der gewerblich-technischen Ausbildung und ergänzt die reguläre Ausbildung um digitale und prozessorientierte Inhalte. Beim Auftakt wurde dieser Ansatz unmittelbar sichtbar: Die Veranstaltung verband eine Unternehmensbesichtigung mit einem Workshop für die Auszubildenden. Im Mittelpunkt standen Prozessanalyse und Arbeit im Wandel.
Der Lernort bei Eidam Komponenten bot einen konkreten Rahmen, um digitale Fertigungsprozesse nicht abstrakt, sondern ausgehend von realen betrieblichen Abläufen zu betrachten. Die Auszubildenden erhielten Einblicke in Unternehmensprozesse, technische Anforderungen und organisatorische Zusammenhänge.
Damit wurde ein zentraler Gedanke der Zusatzqualifikation deutlich. Digitalisierung in der Ausbildung beginnt nicht erst bei einzelnen Technologien. Entscheidend ist, dass Auszubildende verstehen, wie Prozesse aufgebaut sind, wie Arbeitsschritte ineinandergreifen und welche Rolle digitale Werkzeuge in veränderten Arbeitsprozessen übernehmen.




Praxisnahe Einblicke bei Eidam Komponenten
Start der ZQDF am BSZ Erdmann Kircheis Aue-Bad Schlema
Im Workshop standen Prozessanalyse und Arbeit im Wandel im Fokus. Die Auszubildenden setzten sich damit auseinander, wie betriebliche Abläufe betrachtet, beschrieben und weitergedacht werden können.
Dieser Einstieg ist für die ZQDF besonders relevant, weil digitale Kompetenzen immer an konkrete Handlungssituationen anschließen müssen. Wer Prozesse analysieren kann, erkennt Schnittstellen, Informationsflüsse und mögliche Veränderungsbedarfe. Dadurch entsteht eine Grundlage, um spätere Themen der Zusatzqualifikation wie vernetzte Fertigung, digitale Technologien oder Industrie 4.0 besser einordnen zu können.
Besonders wertvoll ist bei der Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse die enge Verzahnung der beteiligten Akteure. Das BSZ Erdmann Kircheis Aue bringt die fachliche und didaktische Struktur ein. Unternehmen wie Eidam Komponenten machen Praxis, Prozesse und betriebliche Anforderungen sichtbar. Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau unterstützt als Impulsgeber und Technologietreiber bei der Übertragung aktueller Digitalisierungsthemen in die berufliche Bildung. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie moderne Ausbildung gestaltet werden kann.
Für Ausbildungsbetriebe bietet die ZQDF die Möglichkeit, Zukunftsthemen strukturiert in die Ausbildung einzubinden und Auszubildende frühzeitig für digitale Fertigungsprozesse zu sensibilisieren. Für die Teilnehmenden entsteht ein Lernangebot, das fachliches Wissen erweitert und den Blick auf betriebliche Gesamtprozesse stärkt.
Der Auftakt bei der Eidam Gruppe macht deutlich, dass moderne Ausbildung dort gelingt, wo Schule, Unternehmen und Bildungsakteure gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse am BSZ Aue ist dafür ein konkretes Beispiel aus der Ausbildungspraxis im Erzgebirgskreis.
Ein herzlicher Dank gilt der Eidam Gruppe für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Einblicke in die betriebliche Praxis.
Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse:
Ihre Ansprechpartnerin in der Nachwuchsstiftung Maschinenbau
Julia Berger
0371 28098475
julia.berger@nws-mb.de
Das Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.