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Didaktik in der Ausbildung weiterentwickeln

Mit neun praxisnahen Lernmodulen aufbereitet in digitalen Lehr- und Lernunterlagen werden Auszubildende optimal auf die Anforderungen der Industrie 4.0 vorbereitet.

Die Anforderungen an die duale Ausbildung verändern sich durch die fortschreitende Digitalisierung. Auszubildende benötigen zunehmend Kenntnisse in digitalen Fertigungsprozessen, während Lehrkräfte neue methodische Ansätze für die Vermittlung dieser Inhalte benötigen. Das Projekt SNgoes.digital unterstützt diesen Wandel, indem es moderne Lehr- und Lernmaterialien bereitstellt.

Lehr- und Lernmaterialien für die duale Ausbildung

Ein interdisziplinäres Redaktionsteam hat auf Basis der Multiplikatorenschulungen 22 praxisorientierte Lernsituationen in 9 Modulen entwickelt.

  • Aktuell stehen davon 9 Lernsituationen zusätzlich im Blended-Learning-Format zur Verfügung, weitere sind in kontinuierlicher Entwicklung.
  • Die Materialien werden auf der Lernplattform MLS der Nachwuchsstiftung Maschinenbau gGmbH bereitgestellt und ermöglichen eine orts- und zeitunabhängige Nutzung während der Durchführung der ZQDF.

Die 9 Module vermitteln und visualisieren die vollständige Prozesskette zur Herstellung eines Bluetooth-Lautsprechers. Dabei werden theoretische Grundlagen systematisch mit Anwendungsbeispielen verknüpft. So erhalten Auszubildende ein anschauliches Verständnis für die einzelnen Fertigungsschritte und deren Zusammenhänge. Durch diese Herangehensweise wird die praxisnahe Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen gefördert und die Kompetenz der Lernenden im Umgang mit modernen Fertigungstechnologien gestärkt.

Grafik zur Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse: zeigt Prozessanalyse, IT-Security, Smart Maintenance, additive Fertigung, vernetzte Fertigung, KI, CPS und Arbeit 4.0 in einer digitalen Fertigungshalle.

Blended Learning: Effiziente Lernmethodik für die duale Ausbildung

Blended Learning kombiniert Präsenzunterricht mit digitalen Lerninhalten und stellt somit eine moderne Lernmethodik für die duale Ausbildung dar.

Die Vorteile dieser Methode umfassen:

  1. Flexibles Lernen: Auszubildende haben die Möglichkeit, sich Lerninhalte orts- und zeitunabhängig zu erarbeiten, zu wiederholen und eigenständig zu vertiefen. Dies erhöht die Lernergebnisse und stärkt das Verständnis komplexer Inhalte.
  2. Unterstützung für Lehrkräfte: Die digitalen Module bieten Lehrkräften ein strukturiertes Werkzeug, um Inhalte anschaulich und didaktisch fundiert zu vermitteln.
  3. Verknüpfung von Theorie und Praxis: Durch die Integration von praktischen Übungen und realen Anwendungsbeispielen wird die Relevanz für digitale Fertigungsprozesse deutlich, wodurch Auszubildende gezielt auf die Anforderungen moderner Industrieprozesse vorbereitet werden.

Durch den Einsatz von Blended Learning in der dualen Ausbildung wird nicht nur die Lernqualität gesteigert, sondern auch die Vorbereitung auf die Arbeitswelt der Industrie 4.0 nachhaltig verbessert.

Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse

Ab Frühjahr 2026 wird die Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse an sächsischen Berufsschulen und Bildungsträgern angeboten. Ambitionierte Auszubildende der gewerblich-technischen Ausbildungen können in ca. 220 Unterrichtsstunden ihr Fachwissen zu Themen der Industrie 4.0 und digitale Kompetenzen erweitern. Schlüsselkompetenzen wie selbstorganisiertes Lernen und mediengestützte Methodenkompetenz werden durch den modularen Aufbau der ZQDF und moderner Lehr- und Lernmethoden gefördert. Die qualifizierten Auszubildenden können so neuestes Wissen in die eigenen Unternehmen tragen und praktisch anwenden.

 Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse: Auszubildende – sachsengoes.digital

Wir danken allen Beteiligten des Redaktionsteams – sowohl Lehrkräfte als auch Ausbildende – für ihr Engagement.

 

Ihre Ansprechpartnerin in der Nachwuchsstiftung Maschinenbau 

Julia Berger
0371 28098475 
julia.berger@nws-mb.de 

Das Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.