Ein Sprungbrett für Talente in der Industrie 4.0-Ausbildung
Chemnitz, 04.03.2025 – Die Digitalisierung und Industrie 4.0 verändern die Anforderungen an Fachkräfte in der Produktion grundlegend. Mit vernetzten Maschinen, automatisierten Prozessen und dem verstärkten Einsatz digitaler Steuerungssysteme wächst die Notwendigkeit, innovative Lernkonzepte bereits in der Ausbildung zu entwickeln. Es braucht moderne, praxisnahe Qualifizierungsangebote, die über die klassischen Lehrpläne hinausgehen. Im Rahmen des Projekts „SNgoes.digital“ widmet sich die Nachwuchsstiftung Maschinenbau dieser Herausforderung und arbeitet gemeinsam mit Berufsschulzentren und Bildungsträgern an der Umsetzung eines neuen Angebots für leistungsstarke Azubis: der Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse (ZQDF), einem zentralen Bestandteil der Industrie 4.0-Ausbildung.
Erfolgreicher Auftakt für die Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse
Am 4. März 2025 fand in der Aula des Berufsschulzentrums für Gesundheit, Technik und Wirtschaft des Erzgebirgskreises „Erdmann Kircheis“ in Aue die Auftaktveranstaltung zur Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse statt. Die Veranstaltung wurde von der Nachwuchsstiftung Maschinenbau organisiert und in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) sowie dem Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) durchgeführt. Ziel war die gemeinsame Erarbeitung erster Ideen für die konkrete Umsetzung der ZQDF in Sachsen. Dazu gab es Impulse seitens der Nachwuchsstiftung und des Carl-Miele-Berufskollegs, eine berufsbildende Schule aus Nordrhein-Westfalen, welche die ZQDF seit mehreren Jahren erfolgreich umsetzt.
In zwei Workshops entwickelten Vertreter der Berufsschulzentren (BSZ), überbetrieblichen Bildungszentren (ÜBZ) und Bildungsinstitutionen erste Visionen zur Umsetzung der Zusatzqualifikation an ihren Standorten. Große Einigkeit herrschte zur Notwendigkeit eines Zusatzangebotes, um den Herausforderungen der digitalen Transformation bereits in der Berufsausbildung gerecht zu werden.
Die Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse richtet sich gezielt an besonders leistungsstarke Auszubildende der gewerblich-technischen Ausbildung. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, über den regulären Rahmenlehrplan hinausgehend, übergreifende Kenntnisse in modernen Fertigungstechnologien zu erwerben und praxisnah anzuwenden. Damit trägt die Zusatzqualifikation dazu bei, die Fachkräfte von morgen optimal auf die Anforderungen der Industrie 4.0 und der digitalen Fertigung vorzubereiten. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung macht sie zu einem essenziellen Bestandteil der Industrie 4.0-Ausbildung.
Die nächsten Schritte zur Umsetzung der Zusatzqualifikation Industrie 4.0
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die erarbeiteten Konzepte zusammengefasst und die nächsten Schritte geplant. Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau wird gemeinsam mit einem Redaktionsteam Lehr- und Lernmaterialien entwickeln und die BSZ sowie überbetrieblichen Bildungszentren (ÜBZ) bei der individuellen Entwicklung der Zusatzqualifikation unterstützen. Ab Herbst 2025 könnte an ausgewählten BSZ und ÜBZ die ZQDF ausgerollt werden.
Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau dankt allen Teilnehmenden für ihre engagierte Mitarbeit und freut sich auf die weitere Umsetzung der Zusatzqualifikation. Mit diesem Angebot wird ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung der beruflichen Bildung in Sachsen geleistet und talentierte Auszubildende gezielt gefördert. Die Zusatzqualifikation für die Industrie 4.0 trägt damit aktiv zur Weiterentwicklung der digitalen Transformation in der Ausbildung und der digitalen Fertigung bei.
Jetzt aktiv werden – Kontakt und weitere Informationen
Interessieren Sie sich für die Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse oder möchten Sie sich an der Umsetzung beteiligen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau steht Ihnen für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Industrie 4.0-Ausbildung!
Ihre Ansprechpartnerin in der Nachwuchsstiftung Maschinenbau
Julia Berger
0371 28098475
julia.berger@nws-mb.de
Das Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.